Durchleuchtung

Die Durchleuchtungsuntersuchung ist eine spezielle Untersuchungsmethode der Röntgendiagnostik.

Sie ermöglicht dem Arzt Organbewegungen in Echtzeit zu beurteilen. Eine weitere Anwendung ist die Darstellung der venösen Gefäße, die sogenannte Phlebographie.

Anwendungsgebiete der Durchleuchtung

  • im Magen-Darm-Bereich bei Schluckstörungen oder Sodbrennen, bei Stuhlunregelmäßigkeiten zur Beurteilungen der Speiseröhre ,des Magens ,des Dünndarms sowie des Dickdarms.
  • Im Lungenbereich zur Darstellung intrathorakaler Organbewegungen ( Mediastinum , Zwerchfell)
  • Im Bereich der venösen Gefäße bei Krampfadern bzw. dem Verdacht auf eine Venenthrombose (Phlebographie)

Was Sie Wissen sollten

Wie wird die Untersuchung durchgeführt?

Der Patient stellt oder legt sich in das Durchleuchtungsgerät. Die Durchleuchtungsuntersuchung wird von ihrem Radiologen persönlich durchgeführt.

Vorbereitung auf die Untersuchung

Bei Frauen darf keine Schwangerschaft vorliegen.

Streng nüchtern bei Kontrastmitteldarstellung des Magens sowie des Dünndarms.
Für die Kontrastmitteldarstellung des Magens (MDP) gilt es, strenge Nüchternheit einzuhalten! Für eine gute Beurteilbarkeit sowie hohe Aussagekraft ist es bei dieser Untersuchung unabdingbar, dass die Schleimhaut des Magens an allen Stellen gleichmäßig mit dem Kontrastmittel belegt ist. Dies ist nicht mehr möglich, wenn sich Flüssigkeit oder gar Speisereste in ihm befinden.

Bei Untersuchungen der Speiseröhre muss der Patient nicht nüchtern sein.

Bei einer Phlebographie muss eine Schilddrüsenüberfunktion, eine Niereninsuffizienz und eine Kontrastmittelallergie ausgeschlossen sein.

Ist ein Kontrastmittel erforderlich?

Bei einigen Untersuchungen ist es notwendig, Ihnen ein Kontrastmittel zu geben. Durch Kontrastmittel entstehen künstliche Kontraste auf dem Röntgenbild. Mit Hilfe dieser Kontrastmittel lassen sich Hohlorgane wie der Magen-Darm-Trakt oder Blutgefäße deutlicher hervorheben und besser untersuchen.

Kontrastmittel sind notwendig, um die Dichte bestimmter Strukturen zu erhöhen und diese dadurch deutlicher sichtbar zu machen. Dies wird dann auf dem Röntgenbild als Schwarzweiß-Kontrast dargestellt. Kontrastmittel werden entweder getrunken bzw. geschluckt oder über eine Vene gespritzt.

  • Bei der Untersuchung der Speiseröhre, des Magens sowie des   Dünndarms wird ein Kontrastmittel getrunken.
  • Bei der Darstellung des Dickdarms wird ein Kontrastmittel über eine Sonde gegeben.
  • Bei der Darstellung der Gefäße wird ein Kontrastmittel venös appliziert.