Nierensequenzszintigraphie

Nierensequenzszintigraphie

Die Nierensequenzszintigraphie ist ein nuklearmedizinisches Untersuchungsverfahren zur Untersuchung der Nierendurchblutung und ermöglicht die seitengetrennte, quantitative Beurteilung der Nierenfunktion und der Nierenausscheidungsleistung.

Anwendungsgebiete

  • bei einseitigen Nierenerkrankungen, z.B. Nierensteinen, entzündlichen Veränderungen der Nieren, Schrumpfnieren und Nierentumoren
  • bei Doppelnieren
  • bei Harnabflussstören
  • bei Reflux aus der Blase
  • vor Nierenorganspende
  • Verlaufskontrolle bei Zustand nach Operation
Wie wird die Untersuchung durchgeführt?

Zunächst wird Ihnen ein mit Tc99m gekoppeltes Eiweiß venös verabreicht. Anschließend erfolgt direkt eine Aufzeichnungsserie der Blutversorgung, Ausscheidung und Funktion der Nieren, Harnleiter und Blase. Die Untersuchung dauert ca. 30 Minuten und wird mittels einer modernen Doppelkopfgammakamera durchgeführt.

Bei möglichen Abflussstörungen der Niere wird nach 20 Minuten ein Diuretikum gegeben. Unter diesen Umständen verlängert sich die Untersuchungszeit um bis zu weiteren 30 Minuten.

Vorbereitung auf die Untersuchung

Am Untersuchungstag dürfen keine blutdrucksenkenden Medikamente eingenommen werden. Da die Untersuchung vormittags durchgeführt wird, sollten Sie nur ein leichtes Frühstück zu sich nehmen. Wünschenswert ist eine Flüssigkeitsaufnahme von 0,75 Liter 45min vor Untersuchungsbeginn. Bitte entleeren Sie vor der Untersuchung Ihre Blase.

Bei einer Schwangerschaft kann diese Untersuchung nicht durchgeführt werden. Stillende Frauen müssen nach der Untersuchung eine eintägige Stillpause einlegen.